Portrait von Charles Ives aus dem Jahr 1947

Jour fixe November 26 – Visiting Charles Ives today

Portrait von Charles Ives aus dem Jahr 1947

Wann und wo?

02.11.2026
20 Uhr
Capella hospitalis

Bericht von einer Reise durch New England und New York auf den Spuren des Komponisten Charles Ives (1874-1954)

Referent: Dr. Ulrich Maske

Unter diesem Titel berichtet Ulrich Maske im nächsten Jour fixe der Cooperativa Neue Musik von einer Reise durch New England und New York, auf den Spuren des großen US-Amerikanischen Komponisten Charles Ives (1874-1954).

Charles Ives gilt neben John Cage und Morton Feldman als der im Weltmaßstab bedeutendste Komponist, den die USA im 20. Jahrhundert hervorgebracht haben. In seinen bleibenden Werken, die er in den 15 Jahren zwischen 1901 und 1916 komponierte, hat er in allen Parametern vielfältige Entdeckungen gemacht und neuartige Form-Konstruktionen gefunden. Mit Recht wurde darum gesagt, er habe viele spätere Entwicklungen der Neuen Musik im Ansatz vorweggenommen.

Wegen der Fülle unterschiedlichster musikalischer Mittel und Gestaltungsweisen musste er sich den Vorwurf der Stillosigkeit gefallen lassen. Doch liegt solche „Stillosigkeit“ in der Konsequenz seiner Musikauffassung, in der es gilt, Aspekte und Vorgänge des Lebens in adäquate musikalische Gestaltung umzusetzen, in Ives‘ eigenen Worten: „Die Zukunft der Musik wird nicht nur bei der Musik selber liegen, sondern eher in der Art, wie sie die Ziele und Ideale der Menschen ermutigt und erweitert, statt sie zu begrenzen.“

2015 konnte sich der Referent den lang gehegten Wunsch erfüllen, auf den Spuren des großen amerikanischen Komponisten viele Orte seines Lebens und Wirkens sowie der Inspiration zu seinen Werken aufsuchen. Die Reise führte von Boston und dem nahe gelegenen Örtchen Concord (dem „Weimar der USA“) nach New York, dem Sitz der von Ives gegründeten Lebensversicherung, von dort über New Haven mit der Yale-Universität, Ives Studienort von 1894-98, und schließlich nach Danbury, Connecticut, wo er geboren wurde, bis zum Musikstudium gelebt hat und seine letzte Ruhestätte gefunden hat.

Der Abend wird mit viel Musik und Fotos von der Reise berichten und damit versuchen, diesen Komponisten von höchster Relevanz für die Revolutionierung der Musik zu Beginn des vorigen Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein, bekannt zu machen.

Der Abend beginnt am Montag, 2. November, um 20 Uhr in der Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50. Der Eintritt ist wie immer frei, um eine Spende wird gebeten.

Foto: Clara Sipprell – National Portrait Gallery (Wikipedia)