Jour fixe September 22 – Rebecca Saunders

05.09.22
20 Uhr
Capella hospitalis

Foto: Astrid Ackermann

Rebecca Saunders – Einführung in Leben und Werk.
Referent: Dr. Ulrich Maske

Zugleich Vorbereitung auf das  „Porträtkonzert Rebecca Saunders“ am 13. September, 20 Uhr in der Rudolf-Oetker-Halle.

Bei diesem Jour fixe der Cooperativa Neue Musik wird es um die aus London stammende Komponistin Rebecca Saunders (*1967) gehen. Sie lebt seit 25 Jahren in Berlin. Nach dem Kompositionsstudium bei Nigel Osborne in Edinburgh und Wolfgang Rihm in Karlsruhe ist sie seit Mitte der 90er Jahre frei schaffende Komponistin und seit 2011 Professorin für Komposition an der Musikhochschule in Hannover. Sie ist Mitglied der Berliner und der Sächsischen Akademie der Künste und wurde 2019 mit dem Ernst von Siemens-Musikpreis, quasi dem Musik-Nobelpreis, ausgezeichnet.

Die 54jährige Rebecca Saunders ist inzwischen bei Kennern der Neuen Musik eine hoch geschätzte Komponistin. Hochspannung und Dramatik kennzeichnet diese Musik, paradoxer Weise häufig ausgehend von Phasen der Stille im Klanggeschehen. Diese lassen das dann Folgende als um so heftigere Ausbrüche erscheinen. Der Gegenpol sind ruhige, manchmal erschöpft, wenn nicht melancholisch wirkende Abschnitte, mit denen eine Reihe ihrer Werke dann auch zu Ende geht. Obwohl absolute Musik, scheint diese dennoch zum Musikdramatischen zu tendieren. Der Jour fixe wird anhand von Klangbeispielen dieser in jeder Hinsicht vielseitigen, komplexen, aber eben auch von gegensätzlichen Emotionen gezeichneten Musik und ihrer Schöpferin nachspüren.

Eintritt frei, um Spende wird gebeten.